Meine Wurzeln im Handwerk

Meine Leidenschaft gilt dem Handwerk!
Warum? Weil mich das Handwerk damals gefunden und in seinen Bann gepackt hat.

Eigentlich wollte ich nämlich studieren gehen und begann das erste Wartesemester. Das zufällige Angebot für ein Praktikum bei einem Steinmetz brachte mich dann aber komplett von meinem bisherigen Plan ab. Zwei Wochen später ging ich stolz mit einem Ausbildungsvertrag nach Hause - 
Mein Beruf hatte mich gefunden. 
Heute sage ich: Was ein Glück!

Als zielstrebige Person war schnell klar, ich möchte auch selbst gründen. Erblich im Handwerk nicht vorbelastet, startete ich aufgrund von Überqualifizierung sehr schnell nach meiner Meisterprüfung in die Selbstständigkeit und fing damit ganz bei null an.
Angefangen als mobile Schriftenhauerin mit Garage und Anhänger, mietete ich schon zwei Jahre später meine erste Werkstatt an. 

Die Individuellen Grabmale waren schon immer genau meins: Emotionaler Kundenkontakt und ein Ergebnis, dass es kein zweites Mal auf dieser Welt gibt. 
Große Nachfrage gab es dann auch für Kinderkurse und so kam es, dass ich meine ersten Workshops hielt.

Schnell wurde meine erste kleine Halle zu klein und fand bald einen größeren Unternehmenssitz, zu dem ich auch meinen ersten Mitarbeiter anstellte.

Meine Grabsteine stehen nun deutschlandweit und meine Kurse weiteten sich auf alle Altersgruppen aus. Jährlich besuchten mich mehr als 800 Hobbysteinmetze in meiner Werkstatt. 

Besonders stolz bin ich über meine frühen Ambitionen, auf Social Media für Sichtbarkeit zu sorgen, denn so wurde aus einem eher regionalen Geschäft, ein bundesweiter Einsatz in Kooperation mit ortsansässigen Steinmetzen.

Weitere Mitarbeitende folgten, die ich 2011 ebenfalls über Social Media suchte und fand. Damit war ich eine Pionierin in dieser Branche, ohne es zu wissen.

2017 schloss ich meinen Betrieb aus privaten Gründen.
Ob ich dem nachtrauere?
Ja, manchmal, aber jetzt bin ich mit meiner Tätigkeit als Speakerin aus einer anderen Perspektive für das Handwerk tätig und spüre, wie sich der Kreis wieder geschlossen hat.

 

Aus dem Handwerk -
Für das Handwerk

Kathrin am Stein: Ausmalen einer Grabsteininschrift

Kathrin am Stein: Erarbeitung einer Skulptur

Wie unterstütze ich das Handwerk?

Die Betriebsgröße im klassischen Handwerk umfasst durchschnittlich fünf Mitarbeitende.
Inhaberin oder Inhaber haben sich aufgrund ihrer fachlichen Expertise ins Unternehmertum gewagt. 
Fehlendes Fachwissen in Sachen Personalmanagement, Führung, Rekrutierung, Sichtbarkeit und dem Ausbilden einer gesunden und strategischen Arbeitgebermarke sind nicht unüblich.

Ob ein Unternehmen in der Lage ist, strategisch zu Wachsen und den Fachkräftemangel zu belächeln, lässt sich an der Zusammenstellung des Teams erkennen.
Sind zum Beispiel keine Frauen beschäftigt, ist das ein Zeichen dafür, dass die Unternehmenskultur gar nicht darauf ausgerichtet ist und schließt damit viele weitere Gruppen aus. Der Fachkräftemangel ist vorprogrammiert.

Ich unterstütze die Arbeitgeber:innen darin, ihre Unternehmenswerte zu definieren, Ziele zu stecken und diese in strategische Pläne zu verwandeln. Denn nur die wenigsten Inhaberinnen und Inhaber können in nur zwei Sätzen sagen, wofür ihre Arbeitgebermarke steht. Daraus resultiert, dass nicht stratgisch nach außen kommuniziert wird, warum es sich lohnt, genau in diesem Unternehmen zu arbeiten.

Wichtig dabei ist für mich: Es muss praxisnah und sofort umsetzbar sein.
Wir Handwerker:innen sind fürs Machen geboren und brauchen immer die Möglichkeit, direkt ins Tun zu kommen.
 

Wir alle stehen in der Verantwortung

Lernen wir in der Gesellschaft nicht, dass wir alle das Handwerk brauchen, wird jede einzelne Privatperson diese Auswirkungen schnell spüren.

Keine handgemachten Brötchen mehr, undichte Dächer, liegengebliebene Autos am Straßenrand, defekte Toiletten, fahrlässig gebaute Häuser und vieles mehr.
 

  • Wir brauchen eine Neuausrichtung in den Schulen, die nicht mehr nur ins Studium lehren, so dass das Handwerk zur 1. Wahl wird!
  • Wir brauchen eine geschärfte Wahrnehmung in der Gesellschaft, dass jede Person fachlich fundierte Handwerker:innen braucht und das Handwerk nicht nur weiß, männlich und ü50 ist!
  • Wir brauchen politische Unterstützung in Sachen Finanzierung, Mutterschutz, Bürokratie und Digitalisierung!
  • Wir brauchen Betriebsinhaber:innen die Aufstehen und den Weg in eine moderne Arbeitswelt, eine Welt mit KI und eine Welt von Menschen für Menschen gehen wollen!

    Nur wenn wir alle zusammen anpacken, wird es in Zukunft das Handwerk und eine stolze Gesellschaft geben.
     
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Kathrin Post-Isenberg                                                                  Impressum | Datenschutzerklärung

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